Ein gutes KI-Produktvideo zeigt die echte Oberfläche in Bewegung, erzählt eine kleine Geschichte mit einem Objekt, das durch alle Szenen wandert, und endet mit Name und Nutzen. Mit einem genauen Prompt baut Claude so einen 10 bis 15 Sekunden langen Launch-Film, ohne Schnittprogramm.
Wenn du Software oder eine App verkaufst, ist ein Produktvideo dein stärkstes Werkzeug. Es zeigt in wenigen Sekunden, was Screenshots nicht können: wie sich dein Produkt anfühlt. Große Firmen wie Apple oder Linear setzen dafür auf aufwendige Launch-Filme. Mit KI kannst du ein Produktvideo in ähnlicher Qualität selbst erstellen. So gehst du vor.
Was ein starkes Produktvideo zeigt
- Die Oberfläche in Bewegung: Karten bauen sich auf, Zahlen zählen hoch, ein Klick löst etwas aus.
- Eine kleine Geschichte: vom Problem zur Lösung, getragen von einem Objekt, das durch alle Szenen wandert.
- Einen klaren Nutzen: in einem Satz, den jeder versteht.
- Einen ruhigen Look: wenige Farben, viel Raum, eine Akzentfarbe.
Das Video oben, „Peak“, ist ein 14 Sekunden langer Produktfilm für ein Dashboard für Abo-Umsätze: matte Glasflächen vor einem weichen Himmel und eine 3D-Kamera, die durch die Szenen gleitet. Alles davon steht im Prompt.
So erstellst du ein Produktvideo mit KI
- Die eine Botschaft finden. Was soll jemand nach 10 Sekunden über dein Produkt wissen? Ein Satz.
- Drei bis sechs Szenen planen. Hook, Problem, zwei bis drei Momente der Lösung, Ende mit Name und Nutzen.
- Einen Prompt mit passendem Stil wählen. Hell und freundlich wie „Nimbo“, technisch wie „Flagwise“ oder räumlich mit 3D-Kamera wie „Tandem“.
- Deine Oberfläche einsetzen. Beschreib die wichtigsten Elemente deiner App oder lass Claude sie nach deinen Screenshots nachbauen.
- Format für jeden Kanal. 16:9 für Website und YouTube, 1:1 und 9:16 für soziale Netzwerke. Mit dem Prompt ist eine weitere Fassung schnell gemacht.
SaaS-Launch-Video: die wichtigsten Regeln
- Keine Funktionslisten. Zeig einen Ablauf, nicht zehn Funktionen.
- Echte Zahlen. „In 30 Sekunden verschickt“ ist stärker als „schnell“.
- Tempo mit Ruhe. Bewegung ja, Hektik nein. Jede Szene braucht einen Moment, in dem man lesen kann.
- Das Ende zählt. Name, ein Satz Nutzen, Adresse oder Aufruf.
Beispiele aus der Bibliothek
Je nach Produkt passen andere Stile. Für KI-Tools: „Linto“ (Code-Review) und „Rellio“ (Support-Tickets). Für Shops: „Parcelo“ (Retouren) und „Fablo“ (Produktfotos). Für Apps im Hochformat: „Streako“ und „Mapleo“. Alle Produktfilme findest du unter KI-Video-Prompts.
Ein Szenenplan für 12 Sekunden
- 0 bis 2 s, Hook: eine Frage, die dein Kunde kennt, Wort für Wort eingeblendet.
- 2 bis 4 s, Problem: ein Element zeigt den Schmerz, zum Beispiel überfällige Rechnungen mit roten Markierungen.
- 4 bis 9 s, Lösung: dein Produkt in zwei oder drei Momenten. Dasselbe Objekt wandert weiter und verändert sich.
- 9 bis 12 s, Ende: Logo, ein Satz Nutzen, kurz stehen lassen.
Genau so ist der Prompt für „Nimbo“ aufgebaut: Eine überfällige Rechnung wird zum Dokument, fliegt als Papierflieger zum Kunden, läuft eine Erinnerungs-Zeitleiste entlang und endet als „Bezahlt“.
Checkliste für dein Produktvideo
- Die Botschaft passt in einen Satz.
- Die Oberfläche ist lesbar, nicht zu klein.
- Es gibt einen roten Faden durch alle Szenen.
- Höchstens eine Akzentfarbe.
- Für jeden Kanal das passende Format.
Häufige Fragen
Was ist ein Launch-Film?
Ein kurzes Video, das ein neues Produkt oder eine neue Funktion vorstellt. Es läuft auf der Website, auf Product Hunt, in sozialen Netzwerken und in Mails an Kunden.
Kann ich echte Screenshots meiner App verwenden?
Ja. Du kannst Claude die Oberfläche beschreiben oder eigene Screenshots einbauen lassen. Für die Animation nachgebaute Oberflächen wirken oft ruhiger und schärfer als Bildschirmaufnahmen.
Wie viele Produktvideos gibt es in der Bibliothek?
Die DrillUp-Bibliothek enthält über 50 Prompts für Produktfilme, unter anderem für Rechnungs-Tools, Meeting-Apps, Shops, Planungs-Apps und KI-Tools, jeweils mit Beispielvideo.